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Abschlussrennen der Chaos-Saison 2012

Olaf Krenz

Foto: Jens Paul Taubert

Ausfall mit gebrochener Achse - ein symbolisches Bild für die beendet Saison der Ostdeutschen Autocross-Masters.

Frohburg. Die Motoren sind erst einmal abgestellt. Den Saisonabschluss am Kaplanberg in Frohburg verbuchen die Veranstalter der Ostdeutschen Autocross-Masters (OACM) als gelungen. Das war nach großen Problemen in den vergangenen Monaten nicht unbedingt zu erwarten. Nun schaut der neue Chef Tobias Torke der Meisterfeier entgegen, wo eine Entscheidung über die Zukunft der Rennserie fallen soll.

„Wir hatten rund 60 Starter bei der Veranstaltung in Frohburg", sagte der 42-Jährige am Freitag. Die Strecke sei gut vorbereitet gewesen, es habe keine negativen Aspekte gegeben. „Wir hatten keinen Unfall", sagte er und fügte gleich hinzu: „Zumindest keine Verletzten." Dass mal ein Fahrzeug liegen bleibt, ist doch normal in diesem Sport. „Insgesamt sind wir mit dem Wochenende zufrieden nach den Querelen in diesem Jahr. Jetzt können wir einen Strich darunter ziehen." Torke hat schon die Fortsetzung im Blick. „Na klar wollen wir weitermachen. Aber ohne Fahrer läuft die Serie nicht." Deshalb sollen diese mit ihren Teams befragt werden, wenn am 17. November im Frohburger Schützenhaus die Besten der Saison 2012 ausgezeichnet werden.

Schon lange dabei, ist der Chef der Prießnitzer Firma Hertz Landschafts- und Freiflächenbau seit Mitte des Jahres OACM-Vorstand. Serienmanager Frank Rothe, der das Amt Anfang 2008 übernommen hatte, war aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Mehr will auch Torke dazu nicht sagen. Schon länger aber gab es Unstimmigkeiten zwischen einigen Fahrern und der Führung, die Zerwürfnisse und kleiner werdende Starterfelder zur Folge hatten. Nachdem bereits der ursprüngliche Auftakt 2012 in Neiden mangels Beteiligung abgesagt worden war, ging es nach Frohburg und Ortrand bei der Station Rötha mehr schlecht als recht über die Piste. Anfang August fiel dann der neue Anlauf auf Neiden wieder aus. Da es hier nur 16 Teilnahmeinteressenten gab, wäre eine Austragung ein finanzielles Minusgeschäft gewesen. Mit den letzten beiden Veranstaltungen in Dauban, wo die OACM mit dem Internationalen Lausitzpokal kooperierte, und nun erneut in Frohburg zeichnete sich jedoch eine gewisse Konsolidierung ab.

„Verschiedene Fahrer und Techniker haben jetzt mit in der Organisation gearbeitet", erklärte Tobias Torke. „Das ist ganz gut gelaufen." Auch die Unterstützung von den Firmen Swecon Markkleeberg mit Radlader und Schmelter Frankenhain mit Wasserwagen habe ordentlich funktioniert. Ebenso wie eine Annäherung an den MSC Frohburger Dreieck, deren Sektion Autocross die OACM-Macher ja sind – auch wenn das nicht immer zu spüren war. Deshalb ist Torke optimistisch für eine Neuauflage der Rennserie 2013. „Wenn die Teams mitspielen..."

© LVZ-Online, 19.10.2012, 18:04 Uhr